EZB-Politik heizt die Nachfrage nach Anlagediamanten an


Mittwoch, 18.04.2018

Schon seit einigen Jahren sorgt die Konjunktur fördernde Zinspolitik der Europäischen Zentralbank dafür, dass die Anlage auf Tagesgeldkonten und Festgeldkonten keine lukrativen Zinsen bringt. Bisher wurde das Festhalten an den Nullzinsen mit den noch nicht erreichten Zielwerten bei der Inflation begründet. Dort sahen die Chancen für eine Änderung der Leitzinsen der EZB in den letzten Monaten recht gut aus. Doch nun drohen der Entwicklung der Konjunktur neue Gefahren. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür sorgen, dass sich einfache Geldanlagen auch in naher Zukunft nicht wirklich lohnen. Die Analysten der DZ Bank gehen in einem Pressestatement wörtlich von „homöopathischen Schritten“ bei der Anhebung der Leitzinsen aus.

Wieso kann die EZB die Nullzinsphase so schnell nicht beenden?

Dass Geldanlagen in Edelmetallen und Anlagediamanten sich auch in nächster Zeit eine große Beliebtheit genießen werden, ist fast schon garantiert. Der Europäischen Zentralbank sind im Hinblick auf die Zinspolitik im sprichwörtlichen Sinn „die Hände gebunden“. Mario Draghi muss im letzten Jahr seiner Amtszeit nicht nur auf die Entwicklung der Inflationsrate schauen, sondern auch die Außenhandelspolitik von Donald Trump im Auge behalten. Dort gilt die gesteigerte Aufmerksamkeit vor allem den Einfuhrzöllen. Werden europäische Produkte tatsächlich mit hohen Zöllen belegt, hat das erhebliche Auswirkungen auf die Gewinne der davon betroffenen Unternehmen. Als Reaktion haben mehrere Länder inklusive der Bundesrepublik Deutschland ähnliche Einfuhrzölle auf US-Produkte angekündigt. Auch das belastet die Kosten-Gewinn-Bilanzen unzähliger Unternehmen. Fazit: Will Mario Draghi keine zusätzlichen Risiken für die Konjunkturentwicklung schaffen, kann er die Leitzinsen in nächster Zeit nicht erhöhen. Die gleiche Überzeugung vertritt auch Jerome Powell, der von Donald Trump zum Chef der amerikanischen Zentralbank Fed gemacht wurde.

Warum sind Anlagediamanten eine gute Alternative zu Börsenprodukten?

Diamanten als Geldanlage bieten gleich einige Vorteile. Sie sind klein und lassen sich deshalb einfach und sicher in einem Tresor oder einem Bankschließfach aufbewahren. Außerdem können die Anlagediamanten jederzeit gekauft und verkauft werden. Dafür stehen mittlerweile spezialisierte Händler zur Verfügung. Rohdiamanten haben als Geldanlage den Vorteil einer sehr stabilen Preisentwicklung, weil die Nachfrage sowohl von den Schmuckherstellern als auch der Industrie dauerhaft hoch ist. In den letzten Jahren gab es bei Rohdiamanten weltweit einen Wertzuwachs von durchschnittlich drei Prozent. Konjunkturbedingte Wertschwankungen fallen sehr gering aus. Auch die bei Gold in den letzten Jahrzehnten verzeichneten Preisschwankungen sind deutlich höher als die Differenzen bei den Handelspreisen für Diamanten.

Beim Vermögensaufbau mit Immobilien ist aktuell Vorsicht geboten

Immobilien sind nur eine temporäre Alternative zur Geldanlage in Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Börsenprodukten, denn der derzeitige Preisschub wird spätestens dann enden, wenn die Bundesregierung alle Fördermaßnahmen zur Begrenzung der Steigerung der Miet- und Kaufpreise für Immobilien realisiert hat. Markanalysten befürchten zudem jetzt schon eine galoppierende Überbewertung von Immobilien zumindest in den deutschen Metropolen. Sollte es zu einem Crash auf dem Immobilienmarkt kommen, drohen bei einem Kauf zu den derzeit überhöhten Preisen erhebliche Vermögensverluste. Ein solches Risiko bergen Anlagediamanten nicht, wie ein Blick auf die Wertentwicklung der Vergangenheit zeigt.

Was ist bei der Vermögensbildung mit Anlagediamanten zu beachten?

Rohdiamanten lassen sich leichter verkaufen, weil der künftige Besitzer selbst entscheiden kann, in welchen Formen er sie schleifen lassen möchte. Hier sollte der Fokus vor allem auf einen hohen Reinheitsgrad gelegt werden. Bei bearbeiteten Diamanten ist neben der Reinheit die Qualität des Schliffs entscheidend. Besonders begehrt sind erfahrungsgemäß Diamanten mit einem Brillant-Vollschliff. Sie bieten durch die zahlreichen Facetten das beste „Feuer“. Wie sehr ein Schliff den Wert eines Schmuckdiamanten steigert, hängt direkt von der Anzahl der angelegten Facetten ab. Die Palette reicht vom „Englischen Quadratschliff“ mit 16 Facetten bis hin zum „Magna-Schliff“ mit stolzen 102 Facetten. Die verfügbare Vielfalt ist einer der Gründe, warum Anlagediamanten nur bei erfahrenen Spezialhändlern gekauft werden sollten. Sie bieten auch eine breite Palette bei den Karat-Zahlen der Anlagediamanten, sodass sie für jeden Geldbeutel interessant sind.