Traden auf dem deutschen Markt - Was gibt es zu beachten?


Donnerstag, 11.01.2018

In Zeiten dauerhaft niedriger Leitzinsen und entsprechend geringer Erträge auf festverzinsliche Anlagen gewinnt das Investieren an der Börse deutlich an Attraktivität. Dabei kann es sich entweder um ein langfristiges Engagement in bestimmte Aktienwerte handeln oder es wird gleich richtig ins Trading eingestiegen. Allerdings gilt es hierbei eine Menge Dinge zu beachten und vor allem, die ersten Erfahrungen mit geringen Einsätzen zu sammeln, um die so gut wie unvermeidlichen Verluste zu Beginn in Grenzen zu halten.

Eine Frage der Technik

Beim Trading bleiben Werte in der Regel kurz im Depot. Entsprechend wichtig ist es, immer alles im Blick zu haben, um auf Veränderungen im Markt schnell reagieren zu können. Drei Bildschirme mit guter Auflösung sollten es schon sein. Außerdem isst ein guter Internetanschluss unverzichtbar. In Sachen Digitalisierung und Netzausbau rangiert Deutschland international im Mittelfeld. Dies ist für das Trading ein echter Wettbewerbsnachteil. Wichtig ist dabei weniger die Schnelligkeit - hier genügt normalerweise ein regulärer DSL Anschluss. Entscheidender ist die Stabilität des Internets. Wenn dieses nicht kontinuierlich zur Verfügung steht und der Anschluss zu gelegentlichen Aussetzern neigt, kann dies beim Trading hohe Verluste nach sich ziehen. Bei der Hardware und beim Internetanschluss sollte daher in keinem Fall gespart werden.

Die richtige Plattform

Weiterhin gibt es in Deutschland eine große Zahl von Online Brokern. Für das Trading ist es unerlässlich bei einem dieser Anbieter ein Depot zu unterhalten, da andernfalls ein Handel mit Aktien, Devisen, Optionen u. a. nicht möglich ist. Neben dem reinen Preisvergleich sollte dabei auch die Technik einer kritischen Prüfung unterzogen werden. Gleiches gilt für die durch den Anbieter zur Verfügung gestellten Daten. Um hier ein Gefühl zu entwickeln, ob die jeweilige Plattform vom Angebot wie auch vom grafischen Aufbau her den eigenen Vorstellungen entgegen kommt, sollte zunächst ein Demo Konto eröffnet werden. Eine solche Möglichkeit bietet beispielsweise Admiral Markets Deutschland an. Dank globaler Präsenz ist dieser Anbieter weltweit vernetzt und verfügt eine große Breite an Informationsangeboten.

Mittendrin dabei

Der Vorteil für deutsche Trader ist, dass sich die Entwicklungen des Marktes bereits früh am Tag ablesen lassen, da die Börsen in Asien bereits erste Tendenzen anzeigen. Gleichzeitig kommt am Nachmittag noch einmal Bewegung in den Markt, weil um 15 Uhr 30 mitteleuropäischer Zeit der Parkett-Handel in New York City beginnt. Insofern ist man als deutscher Trader praktisch den gesamten Tag voll unter Strom. Neben der ständigen Beobachtung der Märkte muss man dabei noch eine Reihe weiterer Faktoren im Auge behalten. Denn in Deutschland ergeben sich nicht zuletzt in Sachen Steuern Besonderheiten.

Steuerfragen zum Trading in Deutschland

Kapitalerträge werden in Deutschland seit 2009 nicht mehr über die Einkommensteuer sondern im Wege einer Abgeltungssteuer in Ansatz gebracht. Der entsprechende Satz beträgt 25 Prozent. Eine solche pauschale Besteuerung erfolgt nicht, wenn der persönliche Einkommensteuersatz unter 25 Prozent liegt. Verluste aus Börsengeschäften können mit Gewinnen und anderen Kapitalerträgen verrechnet werden. Eine Verrechnung mit anderen Einkunftsarten wie Lohn- oder Mietzahlungen ist dagegen nicht möglich. Wer vom Daytrading lebt hat außerdem Anspruch auf den einkommenssteuerrechtlich festgelegten Grundfreibetrag in Höhe von 9.000 Euro.